Initiative Haus der Statistik Berlin – Andrea Hofmann (raumlabor) Harry Sachs (Zentrum Kunst/Urbanistik)
Darfs auch etwas größer sein? 90.000 qm Stadt für Refugees und Kunst und Stadtgesellschaft.
1.10.2016 19:00 Fabrique im Gängeviertel I Valentinskamp 34a, 20355 Hamburg I Anreise: U2 Gänsemarkt

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Achtung, Maßstabs-Sprung! In der Initiative Haus der Statistik müssen Leute sein, die sich beim Anblick von Hochhäusern der Moderne vorstellen, was man da drin alles sinnvolles machen könnte! Im Summer of Migration 2015 entstanden, hat die Initiative sich keine kleine Aufgabe gestellt: Die Übernahme und Neudefinition eines ganzes Ensemble aus den Sechzigerjahren.


Haus der Statistik

Achtung, Maßstabs-Sprung! In der Initiative Haus der Statistik müssen Leute sein, die sich beim Anblick von Hochhäusern der Moderne vorstellen, was man da drin alles sinnvolles machen könnte! Im Summer of Migration 2015 entstanden, hat die Initiative sich keine kleine Aufgabe gestellt: Die Übernahme und Neudefinition eines ganzes Ensemble aus den Sechzigerjahren. Direkt am Alexanderplatz gelegen, geht es um ein gemeinnütziges Modellprojekt für integratives Leben und Arbeiten von Berliner.innen, Geflüchteten, Kulturschaffenden, Bildungs-, Produktions- und bürgerschaftlichen Initiativen. Damit greift die Initiative Haus der Statistik das uneingelöste Versprechen der modernen Architektur auf – und arbeitet hochprofessionell an dessen Umsetzung: Das profilierte Team aus den Feldern Kunst, Architektur, Refugee-Support plant mit Elan den Erhalt, den Umbau bis hin zum zusätzlichen Neubau – in einer Größenordnung, die der aktuellen Herausforderung durch Wohnungskrise und städtisches Leben gewachsen ist.

„Im Moment der so genannten „Flüchlingskrise“ im Jahr 2015 entstanden, bietet das Konzept im Kontext der sozialen Krise unserer Gesellschaft und der Gentrifizierungsproblematik in Berlin Antworten auf verschiedene Herausforderungen:

a) Geflüchtete und andere benachteiligte Gruppen haben aktiv an der Stadtgesellschaft teil, in Ergänzung zu klassischen Integrationsansätzen
b) Es entsteht in der Innenstadt dringend benötigter, bezahlbarer Arbeitsraum für Künstler.innen, Kultur, Initiativen und Soziales
c) Ein zentraler, innerstädischer Raum, der zu Kommerzialisierung und Billigspektakel tendiert, wird neu belebt sowie mit neuartigen und verlässlichen Teilhabeformen als Ort für vielfältiges Engagement profiliert
d) Ein Gebäude mit Stahlbeton-Skelett wird sehr kostengünstig umgebaut, im Sinne eines klugen Umgangs mit dem physischen Stadtkapital
e) Es entsteht ein modellhaftes, städtebauliches Ensemble aus Bestandsbauten und Neubauten, welches neben den Nutzungen des Haus der Statistik geförderten Wohnungsbau und Gebäude für öffentliche Nutzungen (wie Verwaltung und Bildung) umfasst.

Durch die räumliche Nähe, Gemeinschaftsflächen, offene Bereiche und gemeinsame Aktivitäten entstehen wechselseitige, integrative Synergien für die Nutzer.innen im Haus und mit den Bewohnern der direkten Nachbarschaft. Durch zahlreiche auch für Publikum offene Nutzungskonzepte entsteht ein Begegnungsort für die ganze Stadtgesellschaft. Das Haus ist ein Prototyp für eine großmaßstäbliche Umsetzung mit Signalwirkung einer in Berlin in vielen Projekten erprobten Praxis der synergetischen Zusammenkunft von Kultur, Sozialem, Bildung, Wirtschaft und gemeinschaftlichem Wohnen sowie von Menschen verschiedener Herkünfte, sozialer Lagen und kultureller Orientierungen.

KONKRETE NUTZUNGSFORMATE: INNOVATIVE MISCHNUTZUNG

Zentrales Kriterium – Mehrwert für alle:Gemeinwohlorientierte Mischnutzung von Kultur, Bildung , Wohnen, Produktion, Sozialem und kommunaler Demokratie. Kommunale Demokratie steht vor allem für die wünschenswerte Nachbarschaft eines neuen Bezirksamtes auf dem Baufeld 2, was durch die Bezirkspolitik selber ins Gespräch gebracht wurde.

In den einzelnen Etagen des eigentlichen Zentrums in den Hochhäusern (Baufeld 1) entstehen unter der Leitung unterschiedlicher kompetenter gemeinnütziger Träger verschiedene (teilautonome) Nutzungsformate in einem abgestimmten Gesamtprogramm. Alle Etagen verfügen über eine ausgewogene Verteilung von individuellen Flächen und Gemeinschaftsflächen unter bestmöglicher Nutzung der Bestandsgrundrisse.

A) Co-Nutzung ,inklusives Wohnen’ für u.a.: Der große Gebäudekomplex bietet ideale bauliche Voraussetzungen, um in der Mitte Berlins kostengünstigen Wohnraum zu schaffen. Die vorhandene Bürotypologie eignet sich besonders für eine Umnutzung in gemeinschaftliche Wohnformen mit denen es möglich ist, verschiedene Nutzerund Zielgruppen zu mischen. Kleinteilige individuell genutzte Raumzellen sollen dabei durch großzügige Gemeinschaftsflächen ergänzt werden.“

[Initiative Haus der Statistik – Ein Angebot an die Stadt Berlin, 2016]


KATEGORIEN: Vortrag | Diskussion, Hamburg, Vortrag

TAGS: Hamburg, Berlin, Haus der Statistik, Refugees, Kultur, Modellprojekt, Wohnungskrise, Gemeinschaft

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