Der Verschwendermarkt
Schlussgesang eines urbanen Märchens
11.10.2013 17:00 | Ladenlokal Ver:schwender | 15., Schwendergasse 35-37 | Straßenbahn 52/58 Rustengasse | Stadtpraxis

Anmeldung erforderlich

Der Abend ist gelebte Praxis, um aus dem Überfluss der Stadt zu schöpfen: Aus unterschiedlichen alternativen Versorgungsmöglichkeiten – von Dumpstern über Stadt ernten, Urban Gardening bis zu Foodcoops – wird aufgetischt, gemeinsam gegessen und bei Tischgesprächen über die Lebensmittelversorgung in der Stadt diskutiert.


Foto: kampolerta

Doch hebn wir bei Tische den Ehrenplatz auf, vielleicht setzt sich ihre Zufriedenheit drauf.
Ferdinand Raimund, Der Verschwender

Der (Ver-)Schwendermarkt, ein alter Wiener Marktplatz, steht für die Versorgung mit frischen Lebensmitteln, für Geschäfte und Betriebigkeit, für soziale Kontakte, für Gerüche, für Geräusche. kampolerta hat von Mai bis September 2013 an vier Abenden Fragen zum Thema Versorgung in der Stadt gestellt, die entlang der Dramaturgie von Ferdinand Raimunds Der Verschwender spielerisch beantwortet wurden: Was bedeutet ein Marktplatz wie der Schwendermarkt in der Stadt von heute? Wie kommen frische Lebensmittel zu den StadtbewohnerInnen? Woher kommen sie? Welche Nahrungsmittel gibt es im Überfluss in der Stadt und wer hat trotzdem zu wenig? Wie sieht der Umgang mit Verschwendung und Überschuss aus?

Der Schlussgesang eines urbanen Märchens präsentiert die Ergebnisse dieser künstlerischen Forschung in 5 Akten. Er erzählt von alternativen Versorgungsmöglichkeiten, reflektiert, was über Ernährungssouveränität in der Stadt gelernt wurde und fragt nach einer möglichen, zukünftigen Praxis ebenso wie nach neuen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Stadt und Land.

Der Abend versteht sich als gelebte Praxis, um aus dem Überfluss der Stadt zu schöpfen. Den Auftakt macht um 17 Uhr eine Schnitzeljagd am Ort der Handlung, dem Viertel rund um den Schwendermarkt. Danach wird aufgedeckt und losgekocht: Bei einem Abendessen in mehreren Gängen lädt kampolerta zu Tischgesprächen mit ExpertInnen rund um das Thema Ernährungssouveränität und Lebensmittelüberfluss. Bei dem Menü aus unterschiedlichen alternativen Versorgungsketten werden alternative Formen des Umgangs mit Nahrungsmitteln wie Dumpstern, Food Coops oder Urban Gardening erörtert und verkostet. Im Anschluss Surprise-Kino und DIY-Projektionen mit dem Cycle Cinema Club.

Programm
17 Uhr Schnitzeljagd: Erkundungen in der Umgebung des Schwendermarkts
19 Uhr Tischlein-Deck-Dich - Tischgespräche mit ExpertInnen
21 Uhr Surprise-Kino & DIY-Projektionen mit dem CCC (Cycle Cinema Club)

Tischgespräche:

  • Wie genial ist regional? - Eine Woche regionale Lebensmittel aus einem Umkreis von 50 km
    DI Caroline Stiglbauer, Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
    Die Initiative “So schmeckt NÖ” unterstützt DirektvermarkterInnen und fördert regionale Genußkultur.

  • Subsistenzwirtschaft, Gemeinschaftsgarten Löwenzahn im 20. Bezirk
    DI Elisabeth Sanglhuber, Institut für Landschaftsplanung, BOKU Wien

  • Nimm deine Ernährung selbst in die Hand - eine FoodCoop stellt sich vor.
    Marie-Pascale Gafinen | Dominik Mandl, PUMPKIN - Verein zur Förderung von Biolandbau und regionalen Netzwerken.

Anmeldung
Begrenzte TeilnehmerInnenanzahl bei Tischlein-Deck-Dich. Wir bitten um Anmeldung bis 9.10.2013 unter: kampolerta@gmx.net.

Unkostenbeitrag: Freiwillige Spende!

kampolerta ist ein LandschaftsarchitektInnenkollektiv zur ungewöhnlichen Nutzung von öffentlichen Räumen. Die Aktivitäten ergänzen normative Planungspraktiken und bieten eine kritische Auseinandersetzung mit Freiräumen. Das Repertoire von kampolerta reicht von Pflanz-Installationen, Performances im öffentlichen Raum bis hin zu Bespielungen von ungewöhnlichen Freiräumen wie Baulücken, Verkehrsinseln, vergessenen Märkten und anderen Raumexperimenten.


KATEGORIEN: Stadt-Praxis

TAGS: Ernährung, Urbanes Handeln, Versorgungsmöglichkeiten, ExpertInnengespräche, Essen

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